Der Umzug der Französischen Schule (Ecole française Internationale de Berne – EFIB) vom Sulgenau nach Bümpliz ist aufgrund von Einsprachen aus der Nachbarschaft gegen die befürchteten Elterntaxis gescheitert. Statt des vorgesehenen Umzugs über den Jahreswechsel, droht nun den über 120 Kindern, innert weniger Wochen ihre Schule zu verlieren und ohne Anschlusslösung dazustehen. Dabei ist die französische Schule für die Zweisprachigkeit und für den Status als Hauptstadt von herausragender Bedeutung. BERNbilingue gelangt mit einem Alarmruf an die Behörden und fordert die Suche nach einer Lösung als höchste Priorität.
 
Vor 57 Jahren wurde die Ecole française Internationale de Berne (EFIB) im Sulgenau (am Sulgenrain 11 in 3007 Bern) gegründet. Seither steht die Schule Kindern aus der ganzen Welt, die rund um Bern wohnen, offen. Derzeit besuchen über 120 Schulkinder ab dem Alter von drei Jahren die EFIB. Die Eltern arbeiten vielfach als Diplomaten in einer der vielen französischsprachigen Botschaften oder wurden von französischen Unternehmen in unsere Region entsandt. Schweizer Diplomatenfamilien des EDA geben ihre Kinder oftmals in die EFIB, da das Netz französischer Auslandschulen sehr dicht ist und ihre Kinder, welche oft alle vier Jahre umziehen müssen, so zusammenhängende Kurse besuchen können. Auch Berner Familien, die ihre Kinder zweisprachig erziehen, geben diese gerne in die EFIB.
 
Die EFIB muss per Ende 2019 ihren jetzigen Standort verlassen. Nach langer Suche hatte die Schule einen Ersatzstandort in Bümpliz gefunden und auch bereits ein Baugesuch eingereicht. Dach formierte sich Widerstand gegen die befürchteten Elterntaxis in der Form von Einsprachen aus der Nachbarschaft. Aus diesem Grund musste die EFIB ihr Projekt erneut aufgeben. Anstatt wie geplant und kommuniziert über Weihnachten umzuziehen, steht die Schule nun vor dem Aus. Es ist gar ungewiss, ob die Schule die nächsten Monate überhaupt an ihrem jetzigen Standort bleiben kann.

 

Die Funktion der Hauptstadt und Mehrsprachigkeit gibt es nicht zum Nulltarif

Die EFIB leistet einen wichtigen Beitrag

–      für die Zweisprachigkeit des Kantons und der Stadtregion Bern,

–      für das Erfüllen der Rolle als Hauptstadt und

–      und für die Standortattraktivität der Stadtregion Bern.
 
Angesichts der herausragenden Bedeutung der EFIB ruft BERNbilingue die kommunalen, kantonalen und eidgenössischen Behörden dazu auf, in allerhöchster Priorität die Schule zu unterstützen, eine Lösung mit ihr zu finden und deren Schliessung abzuwenden. Dafür ist eine Task Force einzusetzen. BERNbilingue fordert Bund, Kanton und die Stadt Bern auf, die gemeinsame Verantwortung für die Hauptstadt zu tragen und der Schule sowie dem französischen Staat beizustehen.
 
Für BERNbilingue ist die Existenz der französischen Schule elementar. Nicht zuletzt, da sie Kinder von französischsprachigen Staatsdiener aufnimmt. Die EFIB trägt Wesentliches zur Mehrsprachigkeit und zum Status von Bern als Bundeshauptstadt bei. BERNbilingue will den Fortbestand dieser Schule gesichert wissen. Dabei ist der Leistungsausweis der Schule unbestritten.
 
Aufgrund der zeitlichen Dringlichkeit sind auch unkonventionelle Lösungen zu prüfen und der Schule auch temporären Ersatzraum oder Zwischennutzungen anzubieten.
 
 
Kontakt:

Alexandre Schmidt, Präsident BERNbilingue, +41 79 652 76 79

schmidt.alexandre@bluewin.ch